Erzurum, Türkei

Erzurum, Türkei

Erzurum Türkei

Erzurum ist die größte Provinz in Ostanatolien und liegt auf einem Hochplateau (1950 m). Die Provinz war schon immer ein Verkehrsknotenpunkt und ist heute der Umschlagplatz für Flug-, Bahn- oder Busverbindungen für Reisende, die nach Ostanatolien kommen. Die Geschichte der Stadt reicht bis 4000 v. Chr. zurück und sie hat viele Zivilisationen in Anatolien erlebt. Eines der wichtigsten Überbleibsel aus diesen Zeiten sind die gut erhaltenen byzantinischen Stadtmauern. Die meisten historischen Funde werden in den Sammlungen des Archäologischen Museums aufbewahrt, das Teil des Erzurum Museums ist. Die Stadt war immer ein Punkt des Aufeinandertreffens von Kräften aus verschiedenen Richtungen und diente als Operationsbasis. Im 19. Jahrhundert wurde sie zur Hauptfestung des Osmanischen Reiches gegen die Russen, die sie dreimal besetzten. Der Widerstand gegen die überlegenen Mächte des Westens wurde mit dem Unabhängigkeitskrieg eingeleitet. Atatürk versammelte hier am 23. Juli 1919 einen Kongress nationaler Delegierter, bei dem die Grundlagen für nationale Einheit und Unabhängigkeit gelegt wurden. Die moderne Stadt, mit breiten, baumgesäumten Boulevards und Universitätsgebäuden, ist mit dem historischen Viertel verflochten. Die Seldschukenbauten in der Stadt sind bemerkenswert. Die Ulu (Große) Moschee, die 1179 erbaut wurde, ist mit ihren vielen Säulen und sieben breiten Schiffen interessant. Neben der Ulu Moschee befindet sich die Cifte Minareli (Doppelminarett) Medrese (theologische Schule), die das bekannteste Merkmal der Stadt ist. Sie ist ein perfektes Beispiel seldschukischer Architektur, wobei das geschnitzte Portal besonders fein ist.
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Erzurum (ERZ)